Landfrauen

Viele Frauen sind sehr fleißig, trotzdem sind sie sehr arm. Ihre Anbaumethoden sind mangelhaft, es fehlen Informationen und Schädlingsbefall sowie schlechter Samen machen ihnen zu schaffen. Sie haben oft keine geeigneten Gartengeräte und können deswegen keine Produktivität erzielen.
In vergangenen Jahren konnte unser Verein aus Handarbeitsverkäufen und Spenden Gemüsesamen, Hacken, Gießkannen und Schubkarren in großem Umfang im Projektgebiet finanzieren. Angeleitet werden die Frauen zurzeit von Vianney, der sich in Gartenbau und Ernteverarbeitung- und Vermarktung weitergebildet hat.
Die Landfrauen gründeten 2012 einen Verein, dem sich inzwischen 200 Frauen angeschlossen haben. Sie haben neue Gemüsesorten kennengelernt, neue Anbaumethoden ausprobiert, die Regen- und Trockenzeiten klug genutzt und den Wert von organischem Dünger schätzen gelernt. Schließlich haben sie gute Ernte-Erträge erzielt und waren sehr dankbar für die Hilfe aus Deutschland.
Die Frauen brauchen auch weiterhin unsere Unterstützung, denn mit ihrer Arbeit versorgen sie die Familie und erwirtschaften mitunter die Schulgebühren für ihre Kinder in der Sekundarstufe. Oft sind die Männer arbeitslos und können daher wenig zur Versorgung der Familie beitragen.
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Gemeinnützige Projekte im In- und Ausland unterstützt in großem Umfang auch die Firma Mercedes-Benz Werk Kassel. Sie fördern Natur- und Umweltprojekte, soziale Projekte, Armuts-Nahrungshilfe und leisten Katastrophenhilfe.
Im vergangenen Jahr hatten wir das Glück, dass unser Verein bedacht wurde. Die Mitarbeiter von Daimler spendeten die Cent-Beträge von ihrem Einkommen und finanzierten so den Kauf von 114 Ziegen im Bwera-Kigoto-Distrikt und im Kamwenge-Gebiet in Uganda.
Die Frauen wurden in Ziegenhaltung von Vianney und Father Aquirinus Francis Kibira eingehend unterwiesen und mussten sich verbindlich verpflichten, einen ordentlichen Ziegenstall zu bauen. Die Ziegen aus guter Züchtung von überall her zu besorgen war eine logistische Meisterleistung, denn Geld für einen Viehtransport war nicht „einfach so“ vorhanden. 200 Frauen hofften, eine Ziege zu bekommen. 114 Tiere konnten gekauft werden.
Die beschenkten Frauen sind jetzt überglücklich, manche Ziegen haben schon kleine Zicklein bekommen. Die anderen 86 warten geduldig und hoffen noch bedacht zu werden. Immer wieder bedanken sich Vianney, die Ordensfrauen und die Landfrauen für unsere Bemühungen und die gute Kooperation. Besucher, die im Dezember 2014 in unseren Projektgebieten waren bestätigen, dass unsere Hilfe „sichtbar“ ist.
Überwältigend und beeindruckend ist die große Dankbarkeit, die überschwängliche Gastfreundschaft und Herzlichkeit, die wir dort zu spüren bekommen.
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