Aktuelles

Einladung zur 19. ordentlichen Mitgliederversammlung 

Liebe Mitglieder, Freunde und Förderer von TOGETHER,

Wir laden Sie herzlich zu unserer Jahreshauptversammlung am
Samstag, dem 14. April 2018 um 14 Uhr nach Kaufungen ein.
 
Die Jahreshauptversammlung findet im Gemeindezentrum der Katholischen Kirchengemeinde St. Heinrich, Niester Straße 16, statt. Bereits ab 13.30 Uhr besteht die Möglichkeit eines Meinungsaustausches bei Kaffee und Kuchen.
 
Das Protokoll der Mitgliederversammlung vom 08. April 2017 möchten wir aus Kostengründen nicht vervielfältigen und versenden. Wir können dies aber auf Wunsch für Sie vornehmen, bitte melden Sie sich dazu bei uns. Vor und während unserer diesjährigen Versammlung liegen mehrere Exemplare aus, zu Fragen nehmen wir gern Stellung.
 
Wir freuen uns auf Ihr zahlreiches Kommen. Gern können Sie auch Freunde oder Bekannte mitbringen. Anregungen, Wünsche und Anträge nehmen wir gern in die Tagesordnung auf. Senden Sie diese bitte bis zum 20.03.2018 schriftlich an unsere Postadresse oder an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.
 
Wir freuen uns sehr auf das Wiedersehen mit Ihnen am 14. April 2018 !
 
Im Namen des Vorstandes sendet Ihnen herzliche Grüße,
 
Andreas Berger
 

Bericht aus Kooki vom St. Andrea Kaahwa Kooki Community Hospital, Kakumiro, Uganda, Oktober – November 2017

von Daniela Kietzmann
 
 

Das am 30. Juli 2016 feierlich eröffnete St. Andrea Kaahwa Kooki Community Hospital ist ein Schmuckstück auf seinem erhöht liegenden Grundstück und entwickelt sich sehr schnell Dank des großartigen Engagements aller Mitarbeiter und der deutschen Freunde von Together-Hilfe für Uganda e.V.

Inzwischen wurde ein Operationssaal gut eingerichtet, wenn auch noch ein paar kleine, aber wichtige Dinge fehlten, als Maria Beil und ich Anfang November für eine Woche dort waren und die Mitarbeiter, insbesondere die OP-Schwestern in spe sowie eine Anästhesieschwester  und den neuen jungen Doktor anlernten im Gebrauch des Narkosegeräts, des Sauerstoffkonzentrators, des Absauggeräts, des Sterilisierofens und des Packens der sterilen Trommeln für die Operationen.

 

Wir durften sogar die Waschmaschine in der neu eingerichteten Wäscherei einweihen. Keiner der Ugander hatte nämlich schon mal eine Waschmaschine gesehen, und sie hatten zu großen Respekt gehabt, als dass sie sich getraut hätten, das Gerät selbt in Betrieb zu nehmen. Aber sie begeisterten sich gleich dafür. Welch ein Fortschritt, die schmutzige Krankenhauswäsche nicht mehr mit der Hand waschen zu müssen!

Die erste Operation konnte dann doch noch nicht während unseres Aufenthalts stattfinden, sondern erst eine Woche später. Es war eine Leistenbruchoperation in Spinalanästhesie bei einem über 70jährigen Mann, und sie ging gut, Gott sei Dank. Kurze Zeit später wurde auch die erste Kaiserschnittoperation gemacht, was für ein Segen in einer Gegend, in der Frauen unter der Geburt, wenn diese nicht regelrecht verlief, bislang hilflos waren!

Das Zahnbehandlungszimmer wurde schon im August in Betrieb genommen und soll sogar schwarze Zahlen schreiben.

Der Dentist ist sehr tüchtig und füllt Zähne, zieht Zähne und entfernt Zahnstein – alles zu Preisen, die sich so ziemlich jeder leisten können müsste. Zwar hat er sich nicht getraut, die Plastikschutzfolie von seiner wunderschönen Ausrüstung zu entfernen, die ja nur für den Transport und die Anlieferung der Geräte darum war, aber das macht ja nichts.

Der Krankenwagen – „The Ambulance“, ist superschick und macht wegen der deutlichen Aufschrift natürlich auch Reklame für das Hospital. Das konnte die Regierung nicht auf sich sitzen lassen und rüstete daraufhin endlich auch das nächstgelegene Krankenhaus in Kakumiro mit einem ähnlich schönen Krankenwagen aus. Prima, denn es war ja schlimm, dass sie dort keinen gehabt hatten. Allerdings sind diese Krankenwagen ja leider nicht geländegängig und können keineswegs alle Sträßchen bei jedem Wetter fahren.

Es würde also noch ein kleiner Geländewagen gebraucht werden, z. B. ein Toyota Allrad Land Cruiser. Zum Glück hat das Hospital aber den ungewöhnlichsten Direktor, den man sich nur vorstellen kann, nämlich einen Priester, Father Robert, der aber zugleich ein begeisterter und begnadeter Autofahrer ist. Er hat einen kleinen Dienstwagen zur Verfügung, ohne Allradantrieb. Es ist wichtig, dass auch Patienten, die in kleinen Gehöften wohnen, zu denen nur holperige Pfade führen, im Notfall zum Krankenhaus abgeholt werden können. Wie nötig das ist, zeigt folgende Geschichte (die auf englisch von Fr. Robert selbst erzählt noch ungleich lebendiger wirkt):

 

Es war ein Mittwoch, später Nachmittag, im Krankenhausentree wurde wie jede Woche Gottesdienst gefeiert. Ein großer Tisch war mit Altartuch, Kerzen und frischen Blumen sowie einem Kreuz geschmückt, auf den Bänken, auf denen sonst die Patienten warten, saß die Gemeinde, die vor allem aus allen Mitarbeitern bestand. Einige von ihnen bilden inzwischen einen richtig guten Chor. Auf handgearbeiteten Trommeln wurde der Gesang begleitet. Fr. Robert fiel auf, dass ein Mann unruhig auf und ab ging. Sowie die Messe beendet war, kam die junge Hebamme Evelyne auf ihn zu und sagte „Father, this man has got a problem. (Pater, dieser Mann hat ein Problem)“ Seine Frau lag in Wehen in einem abgelegenen Ort ca. 8 km vom Hospital enfernt. Wegen starken Regens und der Wehen konnte der Mann sie nicht auf dem Moped zum Hospital bringen. Der Krankenwagen konnte die Strecke aber auch nicht fahren. Fr. Robert, ein passionierter Autofahrer, an dem ein Rallyefahrer verloren gegangen ist, sagte ohne zu Zögern: „ich werde mit dem kleinen Auto fahren“. Er ließ den Mann und die Hebamme einsteigen, nachdem er Evelyne insturiert hatte, alles mitzunehmen, was sie für eine Entbindung braucht. Nach einem Stoßgebet fuhr er im Dunklen durch die vermatschten Wege ohne Allradantrieb. „Slowly, slowly“, machten sie Strecke und kamen tatsächlich vor der Hütte an. Evelyne und der werdende Vater verschwanden im Haus, während Fr. Robert den Wagen wendete, um jederzeit abfahrbereit zu sein. Nach einer kleinen Weile kam Evelyne zu ihm heraus und sagte: „Father, you’d better switch off the engine. The feet of the baby are already outside. I have to deliver the mother here and it won`t be easy (Pater, stellen Sie besser den Motor ab. Die Füße des Kindes sind schon draußen. Ich muss die Frau hier entbinden und es wird nicht einfach sein)“. Es war also eine Beckenendlage! Fr. Robert wollte lieber nicht so genau wissen, wie Evelyne das Kind herausholen wollte, er wartete im Auto. Nach einer ganzen Weile kam Evelyne wieder und meldete, dass ein kleiner Junge entbunden sei, der gut schrie. Die Mutter sei auch wohlauf – aber: „Father, there is another baby in the abdomen. The mother was pregnant with twins but did not know about it“. Die Mutter war nie zur Schwangerenvorsorge gegangen, die das Hospital ja anbietet, daher wusste sie also nicht, dass sie mit Zwillingen schwanger war. Evelyne sagte, es sei viel zu gefährlich, zu versuchen, das zweite Baby auch draußen in der Hütte zu entbinden, das müsse im Hospital geschehen. Also setzten sich Evelyne, die junge Mutter mit dem zweiten Zwilling noch im Bauch, und der Vater mit dem erstgeborenen Söhnchen ins Auto, und Fr. Robert fuhr in der Dunkelheit nochmal durch den Regen auf den verschlammten Wegen. Sie kamen glücklich an!

Fr. Robert war noch nicht lange nach Hause gefahren, als er gegen 1:00 erneut gerufen wurde. Ein bekannter älterer Herr sei bewusstlos in seinem Haus. Auch dort könne der Krankenwagen bei der Straßenlage nicht hinfahren. Fr. Robert fuhr wieder mit dem Personenwagen zusammen mit einem Krankenpfleger hin, der Mann musste sogar kurz beatmet werden, brauchte im Hospital dann Sauerstoff und erholte sich sehr gut von seinem Schwächeanfall. Fr. Robert fuhr wieder nach Hause. Gegen 3:00 wurde er von Evelyne angerufen: „Father, now the second twin is also delivered and is a boy as well. Both babies and the mother are doing fine accordingly (Pater, jetzt ist auch der zweite Zwilling entbunden, ein Junge, und es geht allen gut)”.   

Der Vater dieser Familie war sehr dankbar und konnte gar nicht fassen, dass der Priester ihm geholfen hatte, obwohl er mit seiner Familie keiner offiziellen Religion angehörte. Das Hospital behandelte die Frau kostenlos. Es würde niemand wundern, wenn die Leute sich später taufen lassen wollen. Ihre Nachbarn sind schließlich auch fast alle Christen.

Die Hebamme Evelyne mit einem Neugeborenen und seiner Mutter und Großmutter

Das Hospital ist auf einem guten Weg, aber natürlich auch auf Spenden angewiesen, nicht zuletzt auch in der Hoffnung auf einen geländegängigen Allzweckwagen.

Together-Hilfe für Uganda e.V., Postfach 103746, 34037 Kassel
Kasseler Sparkasse
IBAN: DE50 5205 0353 1235 9000 00
BIC: HELADEF1KAS
Verwendungszweck: Kooki Hospital
Für eine Spendenquittung Email oder Brief an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Vergelt’s Gott!

 

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Spenden & Kontakt

TOGETHER – Hilfe für Uganda e. V.
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34037 Kassel
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